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Umweltschutz





Seit etwa 25 Jahren ist der Umweltschutz ein Thema in der Politik geworden. Nach anfänglichen Berührungsängsten mit dem Thema und einem oberflächlichen Belächeln ist die Thematik heute bei allen etablierten Parteien fest verankert. Dem Umweltschutz werden viele verschiedene Programme und ein eigenes Ministerium gewidmet. Die Gesellschaft wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder durch eklatante Umweltverschmutzungen erschüttert und steht dem Thema Umweltschutz sehr aufgeschlossen gegenüber. Gefährdungen der Umwelt haben bei ihren Verursachern häufig finanzielle Vorteile und Gewinnstreben zum Hintergrund. Diese Vorgehensweise ist in der Bevölkerung regelrecht geächtet und wird durch die Rechtsprechung hart geahndet. Umweltschutz ist dennoch eine Mischung aus tatsächlicher Aktion und reinem Lippenbekenntnis geblieben.

Verunreinigung von Gewässern und Böden
Der Schadstoffeintrag in Grund- und Oberflächenwasser sowie die Böden ist durch die intensive Landwirtschaft und zahllose unkontrollierte Privatgärten erheblich. Die Nitrat- und Nitritwerte überdüngen die Gewässer und führen regelmäßig zu einem Umkippen der betroffenen Seen und Flüsse. Besonders stehende oder sehr langsam fließende Gewässer sind durch zu starkes Algenwachstum und Sauerstoffmangel gekennzeichnet. Die Erwärmung der Flüsse durch die Kühlung von Kraftwerken und Industrieanlagen verschärft die Situation zusätzlich. Reinigungs- und Putzmittel der privaten Haushalte und die Abwässer der Industrie stellen eine hohe Belastung mit Chemikalien und Schwermetallen dar. Die Gifte gelangen auf Dauer in die Nahrungskette und schädigen die menschliche Gesundheit.

Klimawandel durch Luftverschmutzung
Die weiterhin fast ungezügelte Produktion von CO2 beschleunigt die Erwärmung der Atmosphäre. Die Verbrennung fossiler Energieträger statt der Verwendung von Produkten mit kurzem CO2-Zyklus wird auch zukünftig allen Warnungen der Wissenschaftler zum Trotz weltweit fast uneingeschränkt fortgesetzt. Die Klimakonferenzen der Politik haben viel zu lange Vorlaufzeiten für zu treffende Gegenmaßnahmen oder werden von einzelnen Staaten nicht mitgetragen. Daher ist mit einer weiteren Zunahme von Wetterextremen und dem Abschmelzen der Gletscher und Polkappen zu rechnen. Der Temperaturanstieg sollte nach Absichtserklärungen der Politik auf 2 Grad beschränkt werden, jedoch ergeben die Analysen der Wissenschaftler und Klimaforscher unter den aktuellen Umständen eine Erwärmung von 4 Grad. Das wird in den nächsten 50 Jahren zur Verschiebung von ganzen Vegetationszonen und extremen Unwetterszenarien führen.

Umweltaktivisten sind gut organisiert
Die Organisationen mit dem Ziel der Förderung des Umweltschutzes sind gut aufgestellt. Zahlreiche Aktivisten mit hohem Sachverstand haben sich zu Teams zusammengefunden, die für Politik und Gesellschaft die bestehenden Probleme aufzeigen und für Publikation begangener Umweltsünden sorgen. Den Organisationen fehlt lediglich der politische Einfluss, um die wirklich notwendigen Maßnahmen in die Tat umzusetzen. Dennoch sind zahlreiche Erfolge auf die Arbeit der Umweltorganisationen zurückzuführen. Sie bewegen durch öffentliche Meinungsbildung und Erzeugung von politischem Druck die gesellschaftliche Haltung in Richtung Umweltschutz. Die reine Ausbeutung der Natur weicht Anstrengungen für nachhaltige Projekte und Verhaltensweisen. Die Umwelttechnik zur ökologisch unbedenklichen Produktion von Energie und anderen Produkten steht bereits zur Verfügung. Sie muss nur noch durchgesetzt werden.